Schwarz auf (und) Weiß

Es lässt sich gut an, was die Mannschaft von Trainer Hans Sulz auf den Platz bringt. Mit einem hohen Maß an Disziplin und Ordnung innerhalb der Mannschaftsteile wird gemeinsam kompakt agiert. Die Taktik geht bisher auf, auch wenn sich schwächere Spiele, wie gg. Stafflangen und Bellamont, sich einschleichen.
Die Mannschaft bringt aktuell vier wichtigen Punkte mit: es wird agiert auf Basis von körperlicher Fitness und Kondition, aufbauend auf spielerischen Fähigkeiten, mit Ballfertigkeit und Technik. Mit der vom Trainer ausgegebenen Spieltaktik wird es jeder Kreisliga A- Mannschaft erschwert zum Erfolg zu kommen. Fußball ist eine Mannschaftssportart, jeder einzelne Spieler in Form von Individualtaktik, innerhalb der Mannschaftteile die Gruppentaktik und der gesamten Mannschaft in Form der Mannschaftstaktik tragen zum Erfolg- bzw. Misserfolg bei.
Das Gerüst mit der goldenen Achse begonnen beim Torwart Ivan Baric, den beiden zentralen Verteidigern Thomas Sauter und Simon Weber, im Mittelfeld mit Matthias Utz, Lukas Baur und Markus Ruß und im Sturm mit Oliver Zeh steht.

Die Spiele im Einzelnen:

SVW – FV Biberach II:     2:1         
Mit dem Gast aus Biberach kam eine spielstarke und offensiv gut besetzte Mannschaft nach Winterstetten. Die Gäste hatten in der Vorwoche ihr Heimspiel gegen Kirchdorf mit 9:0 Toren sehr hoch gewonnen. Da waren die Verantwortlichen beim FV BC darauf bedacht diesen Erfolg auch in Winterstetten wiederholen zu können.

Die Heimmannschaft stand, wie die Begegnungen zuvor, sehr kompakt. Mit hoher Laufbereitschaft wurden die Räume eng gehalten. Infolge fehlender Abspielmöglichkeiten suchte der Gast häufig das direkte Duell im one to one. Insbesondere in der ersten Halbzeit biss sich der Gast die Zähne an Winterstetten aus.

Mitte der ersten Halbzeit nahm der gut aufgelegte Markus Ruß den Ball auf Höhe der Mittellinie auf und umspielte mehrere Gegenspieler. Sein platzierter Schuss landete im Torwinkel, was das 1:0 für den SVW bedeutete. Jedoch war der Torjubel kam verhallt kam der Gast zum Ausgleich. Im Anschluss an einen Freistoß wurde der Ball zu kurz abgewehrt und ein Gästesturmer traf ebenfalls mit platzierten Schuss zum 1:1 Ausgleich. Es dauerte wiederum nicht lange, da ging der SVW erneut in Führung. Mit Simon Weber hat der SVW einen Spezialisten für Freistöße aus größerer Entfernung. Der hart und platziert getreten Freistoß bedeute die 2:1 Führung für den SVW. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeitpause.
Der FV Biberach wollte sich nicht so leicht geschlagen geben. Spätestens zur Halbzeitpause realisierten die Gäste, dass Winterstetten an diesem Tage ein anderes Kaliber darstellte wie noch in Vorwoche der FV Kirchdorf. So fand in der zweiten Halbzeit das Spielgeschehen überwiegend in der Hälfte der Heimmannschaft statt. Optisch war zwar eine Feldüberlegenheit erkennbar. Richtig gefährliche Möglichkeiten waren trotzdem dünn gesät und wenn dann wurde leichtfertig vergeben oder es rettete SVW Torhüter Ivan Baric.

Die Abwehr stand weitestgehend sicher, im Gegenzug muss aber erwähnt werden, dass eigene Offensivbemühungen meist Stückwerk blieben. Nach Balleroberung wurde häufig unsauber abgespielt und der Ball war wieder verloren. Die Winterstetter Angreifer stehen zwar für Geschwindigkeitsfußball trotzdem sollte dieses Mittel nicht stetig angewandt werden. Die mangelnde Präzision im Passspiel sowie etliche Missverständnisse machten es für Biberach leicht dazwischen zugehen. Für den geneigten Zuschauer war zudem auffällig, dass der SVW häufig Foulspiele in gefährlicher Entfernung zum eigenen Tor begeht Am Ende blieb es, gegen einen guten Gegner, beim angestrebten Heimsieg.
SVW – SV Stafflangen:  2:3
Nach einem Heimspiel sieht der Staffelspielplan meist ein Auswärtsspiel vor. Von dieser Regel wird wegen Sanierungsarbeiten beim Stafflanger Spielfeld abgewichen. So hatte der SVW wiederum, wie in der Vorwoche, ein Heimspiel. Die Stafflanger Verantwortlichen haben wenig bescheiden den Aufstieg als erklärtes Ziel ausgegeben. Und nach der Partie darf resümiert werden, der SV Stafflangen hat die Einzelspieler und die Mannschaft dazu tatsächlich vorne mitzumischen.

Der Gast stellt sicherlich eine der besseren Mannschaften innerhalb der Kreisliga A. Und so kam der SVW selten zu seinem gewohnten Spiel. Dies lag, neben den Fähigkeiten von Stafflangen, auch an fehlender Präzision im Abspiel. Was sich in der Vorwoche, in der zweiten Halbzeit gegen Biberach, angedeutet hat, wurde fortgeführt. Viel zu selten gelang es eigene Stärken eizubringen und auszuspielen.
Es lief sichtlich nicht wirklich rund und in den wichtigen Phasen kam dann auch noch Pech dazu. Jedes einzelne der Gegentore wäre für sich betrachtet durchaus vermeidbar gewesen. Der 0:1 Gegentreffer resultierte aus einer Verkettung von persönlichem Abspielfehler und einer zu langsamen Reaktion. So ging die erste Halbzeit vorbei, ohne dass der SVW den Fuß richtig auf den Boden gebracht hätte.

Erst mit dem Ausglich zum 1:1, den Fabio Christ nach der Halbzeitpause erzielte wurde das Spiel des SVW etwas besser. Durch einen weiten individuellen, technischen Fehler ging Stafflangen wieder mit 1:2 Toren in Führung. Thomas Sauter sorgte für den zwischenzeitlichen 2:2 Ausgleichstreffer. Kurz vor Spielende gelang den Gästen noch der 2:3 Siegtreffer. Zuerst wurde ein vermeidbares Foul in gefährlicher Entfernung zum Tor begangen. Und den anfallenden Freistoß lenkte ein SVW Spieler zudem noch ins eigene Tor.
 
Mit der Heimniederlage mag man im Lager des SVW durchaus hadern, wäre diese doch vermeidbar gewesen. Letzten Endes bringt es jedoch wenig sich Gedanken über das Stafflangenspiel zu machen. Es gilt auch hier vorwärts zu schauen und die nächsten Begegnungen wieder erfolgreich zu gestalten. Das Leben wird zwar rückwärtig betrachtet aber vorwärts gelebt.
FC Bellamont – SVW 1:2
Die Auswärtsbegegnung bei Bellamont fand als Nachholspieltag unter der Woche statt. Unter Flutlichtatmosphäre sahen die zahlreichen Zuschauer ein emotional bewegendes Spiel mit wechselnder Dominanz. Der SVW startete Engagiert und war die ersten zwanzig Minuten das bestimmende Team. Bei den Torabschlüssen war mehrfach Pech dabei. Zuerst setzte Lukas Baur einen Fernschuss auf die Latte des Tores. Später scheiterte dann noch Oliver Zeh und Niklas Gröber aus aussichtsreichen Positionen.
 
Nicht erklärbar war dem geneigten Zuschauer der plötzliche Riss im Spiel. Es lief nichts mehr zusammen und demzufolge setzte sich der Gastgeber in der Wintersetter Hälfte fest. Die Heimmannschaft agierte häufig mit lang geschlagenen Bällen. Diese konnten zwar leicht abgewehrt werden, jedoch war das Mittelfeld nicht präsent genug die sog. „2. Bälle“ aufzunehmen. Die abgewehrten Bälle landeten meist wieder beim Gegner und der SVW lief stets hinterher. Und wiederum, wie in den Partien zuvor, war die fehlende Präzision beim Abspiel auf den eigenen Mitspieler erkennbar. Die Mitspieler wurden häufig „hoch“ angespielt anstatt den Ball flach zu halten. So wird Geschwindigkeit herausgenommen und der Gegenspieler hat häufig die Möglichkeit einzugreifen.
 
In Folge eines Stellungsfehlers in der Innenverteidigung fiel zu diesem Zeitpunkt folgerichtig das 1:0 für Bellamont. Der SVW mühte sich, mehr recht wie schlecht, in die Halbzeitpause. Lediglich Johannes Bohner, der den abwesenden Ivan Baric vertrat, war es zu verdanken dass der Rückstand nicht höher ausfiel.
Trainer Hans Sulz schien in der Halbzeitpause die richten Ansprache gefunden zu haben. Der SVW trat nun wieder zielstrebig auf und übernahm die Kontrolle. Nach einer feinen Kombination durch die Abwehr erzielte Lukas Baur den 1:1 Zwischenstand. Nun kam auch die Heimmannschaft wieder ins Spiel und es entwickelte sich ein regelrechter Schlagabtausch. Beide Mannschaften versuchten mit allen Mitteln die Partie für sich zu entscheiden. Nach einem Freistoß stieg Oliver Zeh am höchsten und brachte den SVW mit 2:1 in Führung. Beide Mannschaften leisteten sich noch persönliche Nickeligkeiten. Letztlich fehlten den Gastgebern schlichtweg die Mittel um den SVW in Schlussphase ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Mit dem Schlusspfiff um dem erreichten Auswärtssieg fiel einiges an Last ab.